Gedenkfeier zum 9. November: Stolpersteine in Kahla erinnern an die Opfer der NS-Zeit

Bei der Gedenkfeier zu den Stolpersteinen in Kahla stand am 9. November erneut die Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes im Mittelpunkt. Im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 im Geschichtskurs von Frau Meier einen eigenen Stolperstein mit der Biographie von Adolf Jacobsthal erstellt und damit eine persönliche Perspektive auf die historischen Ereignisse gelegt.

 

Der Stolperstein, welcher vor dem letzten Wohnort von Adolf Jacobsthal präsentiert wurde, erinnert an einen der jüdischen Mitbürger, welcher während der NS-Zeit verfolgt, deportiert und ermordet wurde. Die Klasse 11 nutzte den Projektrahmen, um sich intensiv mit individuellen Biografien und den Schicksalen der betroffenen kahlaer Einwohner auseinanderzusetzen.

 

Bei der Gedenkveranstaltung, zu der auch Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Angehörige der Gemeinde erschienen, wurden die Stolpersteine gereinigt und in Gedenken an die Opfer Rosen niedergelegt. Im Verlauf der Zeremonie betonten verschiedene Rednerinnen und Redner, wie wichtig es ist, Erinnerungen lebendig zu halten und dabei die Stimmen der Betroffenen in den Mittelpunkt zu rücken. Stolpersteine machen uns das Schicksal einzelner Menschen in der Geschichte greifbar und fordern zum Nachdenken über Verantwortung und Haltung in der Gegenwart auf.

 

Die Klasse 11 blickte am Ende des Tages stolz auf ihre biografische Recherche und das eigenständige Mahnmal zurück: Die Geschichte von Adolf Jacobsthal bleibt damit nicht im Archiv, sondern wird aktiv in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen. Die Gedenkfeier in Kahla demonstrierte einmal mehr, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist.